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| Autor: | René Schaffhauser (Hrsg.) |
| Titel: | Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2007 |
| Reihe: | Schriftenreihe des Institutes für Rechtswissenschaften und Rechtspraxis |
| Band: | 47 |
| Jahrgang: | 2007 |
| Erscheinungsort: | St. Gallen |
| Seitenzahl: | 478 |
| ISBN/ISSN: | 978-3-908185-68-0 |
| Preis CHF (exkl MWST): | 128.00 |
| Referate: | Dr. phil. Stefan Siegrist/Dr. phil. Jacqueline Bächli-Biétry: Alkoholwegfahrsperren (AWS) Ein wirksames Instrument der Unfallprävention?
Dr. med. Bruno Liniger: Die Bedeutung der chemisch-toxikologischen Spezialanalytik in der verkehrsmedizinischen Fahreignungsbegutachtung
Dr. med. Konstanze D. Römer/Dipl. reha-psych. (FH) Nadja Händel/Prof. Dr. med. Volker Dittmann: Folgen der am 01.01.2005 in Kraft getretenen Teilrevision des Strassenverkehrsgesetzes für die verkehrsmedizinische Begutachtung
PD Dr. iur. Hardy Landolt: Sachschadenhaftung
Unter besonderer Berücksichtigung von verkehrsunfallbedingten Sachschäden
lic. iur. Manfred Dähler: Rechtliche Anforderungen an unfallanalytische Gutachten
Assesorin iur. Gunhild Godenzi LL.M./stud. iur. Jana Hrabek: Zur Rechtsnatur des Führerausweisentzugs zu Warnzwecken
lic. iur. Fabian Humbel/stud. iur. Franziska Kobler/stud. iur. Lukas Meyer: Dringliche Dienstfahrten: Rechtliche Grundlagen und Bemessung der Sorgfaltspflichten
Dr. iur. Stefan Heimgartner: Die automobilistischen Sanktionen des revidierten Allgemeinen Teils des StGB
Prof. Dr. rer. publ. René Schaffhauser/Maurin Schmidt, M.A. HSG in Rechtswissenschaften: Dienen Generalklauseln der Verkehrssicherheit?
Prof. Dr. Helmut Janker: Benutzung von Mobil- oder Autotelefonen im Strassenverkehr (§ 23 Ia StVO [D]) – Regelung in Deutschland
Manfred Dähler: Rechtsprechung zu SVG 58 – 89 und zur Verkehrsopferhilfe
Prof. Dr. Wolfgang Wohlers/lic. iur. Fabian Humbel: Tatort Strasse: Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Strassenverkehrsstrafrecht im Jahre 2006 |
Im Januar dieses Jahres hat Dr. iur. Philippe Weissenberger das Amt des Vizepräsidenten des Bundesverwaltungsgerichts angetreten. Er hat auf diesen Zeitpunkt seinen Rücktritt aus dem Herausgeberkomitee des Jahrbuchs erklärt. Wir danken Herrn Weissenberger herzlich für die von ihm geleistete Aufbauarbeit für das Jahrbuch und für seine sehr wertvollen Beiträge. Als Nachfolger konnten wir Prof. Dr. iur. Wolfgang Wohlers, Ordinarius für Straf- und Strafprozessrecht an der Universität Zürich, gewinnen. Wir begrüssen Herrn Wohlers auch an dieser Stelle sehr herzlich und freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.
Das vorliegende Jahrbuch enthält Beiträge zu folgenden Themen:
- Stefan Siegrist und Jacqueline Bächli-Biétry erarbeiten – auf Grund von ausländischen Erfahrungen unter Berücksichtigung des schweizerischen gesetzlichen Rahmens und des Rettungspotentials – Schlussfolgerungen, in welchen Bereichen und unter welchen Bedingungen der Einsatz von Alkoholwegfahrsperren in der Schweiz erfolgversprechend sein könnte.
- Bruno Liniger plädiert für höhere Qualitätskriterien in der verkehrsmedizinischen Fahreignungsdiagnostik. Insbesondere sollen soweit immer möglich auch Sachbeweise eingebracht werden, namentlich durch den Einbezug der chemisch-toxikologischen Spezialanalytik.
- Konstanze D. Römer, Nadja Händel und Volker Dittmann stellen die Veränderungen dar, die sich aus der Anfang 2005 in Kraft getretenen Teilrevision des SVG für die verkehrsmedizinische Begutachtung ergeben haben, und zeigen Möglichkeiten auf, wie diesen neuen Herausforderungen adäquat begegnet werden kann.
- Hardy Landolt analysiert sehr eingehend die Grundlagen der Sachschadenhaftung unter besonderer Berücksichtigung von verkehrsunfallbedingten Sachschäden; er behandelt dabei einlässlich verschiedenste Fragestellungen, die bei verkehrsunfallbedingten Sachschäden oft nur am Rande erörtert werden.
- Manfred Dähler stellt die rechtlichen Anforderungen an unfallanalytische Gutachten und an die begutachtenden Personen dar. Unfallanalytiker sind sich dieses rechtlichen Rahmens ihrer Tätigkeit häufig zu wenig bewusst.
- Gunhild Godenzi und Jana Hrabek befassen sich einlässlich mit der 'Charakterisierung' des Führerausweisentzugs zu Warnzwecken. Sie untermauern die These, dass diese Massnahme als Strafe zu qualifizieren ist, was beachtliche Folgen bei der Ausgestaltung des Verfahrens zur Folge hat.
- Fabian Humbel, Franziska Kobler und Lukas Meyer untersuchen die rechtlichen Grundlagen und die Bemessung der Sorgfaltspflichten bei dringlichen Dienstfahrten. Sie stellen dabei verschiedene Unklarheiten und Lücken fest, die sie eingehend thematisieren.
- Stefan Heimgartner erörtert jene Massnahmen des revidierten Allgemeinen Teils des StGB, welche die 'Freiheit' des Autolenkers in automobilistischer Hinsicht einschränken, nämlich das strafrichterliche Fahrverbot und die Weisungen, und grenzt diese gegenüber dem Warnungsentzug des SVG ab.
- René Schaffhauser und Maurin Schmidt vertreten die These, dass die relativ grosse Zahl von Generalklauseln des SVG der Verkehrssicherheit nicht dient, daher nicht erforderlich und zudem methodologisch fragwürdig ist und überdies die Tendenz zu überhöhten Anforderungen an die Verkehrsteilnehmenden verstärkt.
- Helmut Janker analysiert die deutsche Rechtslage sowie die Rechtsprechung zur Benutzung von Mobil- und Autotelefonen im Strassenverkehr; sie ist wesentlich detaillierter als die schweizerische Ordnung.
- Im Rechtsprechungsteil rezensiert Manfred Dähler die wie immer relativ spärliche Rechtsprechung zu SVG 58–89 sowie diejenige zur Verkehrsopferhilfe. Wolfgang Wohlers und Fabian Humbel rezensieren die reichlich fliessende Rechtsprechung zu den strafrechtlichen Bestimmungen des SVG. Die Autoren setzen dabei verschiedentlich Akzente auf besonders wichtige oder fragwürdige Entscheide.
Anregungen zur weiteren Ausgestaltung des Jahrbuchs sind sehr willkommen; sie werden an folgende Adresse erbeten: rene.schaffhauser@unisg.ch
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!
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